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Charly Werder News
Charly Werder News

Modenschauen,
TV-, Foto- und Filmproduktionen

Unsere professionellen Models
setzen Ihre Produkte in Szene!
Mit unserer Erfahrung sind wir
Ihr kompetenter Partner


Charly Werder Models
of Switzerland
Knonauerstrasse 7
P.O. Box 628
6330 Cham

Telefon +41 79 208 77 63

E-Mail: info@charlywerder.ch


 

Name

Werder

 

Vorname

Charly (Karl Richard)

 

Geboren

1947 im Sternzeichen der Jungfrau
Bürger der Gemeinde Steinhausen

 

Wohnort

CH-6330 Cham (ZG)

 

Zweite Heimat

Seit 1987, Los Angeles California

 

Berufe

Filmemacher, Fotograf, Buch- und Drehbuchautor,
Wer?der Charly 2017,
Ideenlieferant, Regisseur, Kleinunternehmer

 

Fahrzeug

Charlybus = VW Caravelle GL Deluxe
Im Sommer eine Vespa

 

Hobbys

Meine Berufe und das Kulinarische
Sammelt Elektrische Eisenbahnen

 

Bemerkenswerte Zahlen

Magische Zahl: Sieben - die Siebner-Reihe

 

Lieblingsblume

Weisse Orchideen

 

Lieblingsgericht

Züricher Geschnetzeltes mit Rösti und dazu ein kalter Servelat

 

Lieblingsmusik

Whitney Houston, Frank Sinatra, Stefan Sulke
Konzerte der Berliner Philharmoniker

 


Meine Familie



Von Links nach Rechts: Mutter Rosa, Vater Karl, meine drei Schwestern Cristina, Ludmilla und Cécilia sowie meine Frau Nummer 1 Margrith-Claudia Birrer anlässlich unserer Verlobungsfeier im Dezember 1966.
 

Die Rekrutenschule



Direkt nach seiner Ausbildung als Kaufmann 1966 und nach Abschluss der 17-wöchigen Rekrutenschule bei den Infanterie-Truppen in Luzern, legte Charly Werder nur einen Tag nach seinem 20. Geburtstag, am 1. September 1967 den Grundstein zur Selbstständigkeit.
 

Der erste Fernsehauftritt



The Tigers: So hiess das damalige Quintett, in welchem Charly Werder das Schlagzeug spielte. Anlässlich einer der ersten Ausstellungen unter dem Titel FERA (Fernseh- und Radio-Ausstellung) im Zürcher Kongresshaus trat Charly Werder mit seiner Band erstmals an die Öffentlichkeit.



Unsere historischen Bilder zeigen die Bandmitglieder Bruno, Armin, Klemens, Johny im Interview mit einer der ersten Fernseh-Ansagerin des Schweizer Fernsehens Lilo Hauser.
 

Gründung der Charly Werder Produktionsbetriebe



In einem Citroën Ami 8 chauffierte Charly Werder persönlich den Weltstar Udo Jürgens vom Hotel Duc de Rohan zum Auftrittsort in die Markthalle.



Nach einer längeren Vorbereitungs- und Planungsphase wurde dann am 21. November 1971 mit einer grossen Party seine Firma ins Leben gerufen.



Über Eintausend Gäste trafen sich damals zur Eröffnung in der Markthalle Chur und Udo Jürgens zelebrierte sein Konzert UDO 70 vor der begeisterten Gästeschar aus Politik, Sport und Boulevard. Im Anschluss gaben sich in seiner Agentur internationale Showgrössen wie zum Beispiel Gunter Sachs, Hazy Osterwald, Les Humpheris, Ivan Rebroff und viele andere die Türklinke in die Hand.



Lieber Udo, wir schreiben Sonntag, 21. Dezember 2014 als du uns ganz unverhofft verlassen hast. In Gottlieben (TG), am schönen Bodensee, wolltest du dich von den Strapazen deiner laufenden Tournee „Mitten im Leben“ erholen, als dir um 16’25 Uhr der Mann mit der Sichel die Hand auf deine Schulter legte und meinte, komm mit mir lieber Udo, der liebe Gott braucht dich.

Am 21. November 1971 hast du mit mir meine Firma die „Charly Werder Produktionsbetriebe“ gegründet. Am 21. Dezember, also 43 Jahre darauf hast du die Bühne des Lebens verlassen. Dazwischen liegt eine Zeitepoche der Freundschaft und Auftritten wie Konzerte im Hirsgarten Cham, wo wir das Bossard Jubiläum feiern durften. Auch eine Filmproduktion mit Caroline Duss bleibt in guter Erinnerung. Danke für die wunderbaren Jahre der Zusammenarbeit an deiner Seite, du warst ein grossartiger Komponist, Sänger und Freund.



Zwei Hochzeiten und ein Funken Hoffnung



Dieses denkwürdige Foto repräsentiert die Hochzeit mit meiner ersten Frau Margrith-Claudia Birrer aufgenommen am 27. April 1968 vor der Pfarrkirche in Pfäffikon (SZ), wo der befreundete Pater Berchtold Fries vom Steyler Missionarshaus aus Steinhausen die kirchliche Trauung vollzog. Die Ehe wurde dann am 7. Mai 1975 geschieden. Aus dieser Verbindung gebar Margrith-Claudia am 21. Februar 1969 unseren gemeinsamen Sohn „Cliss-Marya Werder“, der leider kurz nach seiner Geburt an einer Nierenvergiftung in der Klinik Liebfrauenhof Zug verstarb.



Jahre später, am 8. August 1981 folgte Ehe Nummer zwei mit Madeleine Gschwend. Mit dem Helikopter wurde das Brautpaar zum Traualtar geflogen. In der Neustadtkirche Zug wurden Madlen und Charly in Anwesenheit vieler Freunde und zahlreich geladener Gästen von Pfarrer Eugster getraut. Damals ein Fest der Superlative welches in der Luft, zu Lande und zu Wasser mit der MS-Stadt Zug auf dem Zugersee seinen Höhepunkt errreichte. Die Ehe wurde am Mittwoch, 9. Dezember 1987 geschieden. Am 24. Dezember 1987 verlies Charly Werder mit 1.8 Tonnen Gepäck und zwei Fahrzeugen Europa und widmete sich für drei Jahre einem neuen Tätigkeitfeld in California USA, wo er mit seiner Kamera und den Models bis 1991 experimental auf US-Tour war.

Wie alles begann...



Als Filmemacher hatte er seine ersten Erfolge mit dem preisgekrönten Streifen "40 Strassen zwischen Himmel und Hölle", den er 1978 in New York abgedreht hatte.



In den Jahren 1979 bis 1981 war er Ideenlieferant für die Versteckte Kamera in Kurt Felix‘ Unterhaltungsendung "Teleboy" beim Schweizer Fernsehen. Werder drehte über 20 weitere Streifen, hauptsächlich im Dokbereich, wo er mit spektakulären Filmen aus dem Operationssaal hauptsächlich in der Krebsforschung seine Kamera zum Einsatz brachte.

Kurt Felix starb im Alter von 71 Jahren am Mittwoch, 16. Mai 2012 im Spital von St. Gallen an Krebs.



Gleichzeitig wirkte er als Iddeenlieferant für TV-Produktionen wie das Traumschiff, die Lindenstrasse wie auch für das Konzept "Die Stunde-X" in Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee. Nicht zu Unrecht wurde Werder der Übername "Paradiesvogel des Showgeschäfts" zugetan.

Charly Werder - das Interview aus dem Villettepark


 

Im folgenden Interview mit Stephanie Van de Bergen gehe ich auf alle die Fragen ein, welche mir seit Jahrzehnten immer wieder gestellt wurden.

Was haben Sie für Erinnerungen an Ihre Schulzeit?

Am ersten Schultag habe ich mich zum Inseli im Villette Park Cham verkrochen. Ich wollte nicht zur Schule gehen. Nach gut einer Stunde fand mich meine Mutter und brachte mich gegen meinen Willen ins Schulzimmer des Kirchbühlschulhauses Cham, wo mich 48 staunende Erstklässler und das hübsche Fräulein Lüber erwarteten.



Dieses denkwürdige Foto aus der Kamera des damaligen Dorffotografen Rossi repräsentiert meine Klasse im Jahre 1956. Zu dieser Zeit waren wir 49 Jungs, welche die Lehrerin Helene Lüber im Kirchbühl Cham allesamt in einem Strang durch das Schuljahr boxte. Aus religiösen Gründen fehlen hier die 47 Mädchen. Sie gingen zwar im gleichen Schulhaus jedoch räumlich getrennt zur Schule. Zu dieser Zeit wurden Linkshändler noch getadelt.



Auf dem Bild der KLAZU 48 sind die gleichen Herren zu finden, welche bereits auf dem oben produzierten schwarz-weiss Foto im Schulbank sitzend aus dem Jahre 1956 zu sehen sind - nur eben liegt ein Zeitfenster von geschätzten 55 Jahren dazwischen. Das Foto zeigt die etwas geschrumpfte Gruppe der „KLAZU 1948“ aufgenommen am 28. September 2013 diesmal mit den Damen gleichen Jahrgangs, welche leider auf dem schwarz-weissen Bild fehlen. Die 7. KLAZU 1948 war wieder einmal ein Highlight, welches die Gästeschar bestimmt nicht so schnell vergessen wird. An dieser Stelle möchte ich im Namen der ganzen KLAZU Generation Jahrgang 1948 dem OK, - Edith Oegger, Kurt Dösegger, Bruno Rüttimann, Urs Steiger und Walter Bernet ein herzliches Dankeschön aussprechen. Ohne unser tolles OK, das im Herbst 2013 bereits zum 7. Mal zum Klassentreffen eingeladen hatte, wäre der sogenannte wilde Haufen kaum so zahlreich aus allen Himmelsrichtungen dieses Globus nach Cham gereist. In positiver Erinnerung bleiben alle die spannenden Dialoge, die für mich im Restaurant Milchsüdi in Cham am 28. September 2013 um 03’30 Uhr zu Ende gingen – ich war jedoch längst nicht der Letzte des harten Kerns, der das Restaurant um 05’30 Uhr mit unbekanntem Ziel verlies! Das denkwürdige Foto hat unser Klassenkamerad Willy Hänni beim Eintreffen der Gäste auf den Speicher gebrannt. Das Bild wurde im Anschluss in den lokalen Medien veröffentlicht.



Und nochmals ein wilder Haufen auf dem Weg zur Pension: Das gelungene Foto entstand auf dem Parkplatz beim Morgartendenkmal, kurz nach dem die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1949 vom Schulhaus Kirchbühl Cham, mit einem original Londoner Stadt-Bus zum verdienten Apéro eintrafen.



Sie leben in der Steueroase Zug: Was gefällt Ihnen an dieser Region?



Der Kanton Zug ist mit rund 120'000 Einwohnern der kleinste Vollkanton der Schweiz. Das bedeutet: Übersicht in jeder Beziehung. Man kennt die wichtigsten Leute persönlich. Eine relativ speditive Abwicklung des politischen Geschehens ist garantiert. Dazu kommt der See, die Landschaft und die Nähe zu den Business-Centern in Zürich und zum Flughafen.



Ich sage immer: "Zug ist die Schweiz in der Schweiz" und ich denke, mit diesem Satz ist alles gesagt. Über die Region und den Wirtschaftsraum Zug habe ich diverse Filme gedreht, welche an vielen Messen aufgeführt wurden und die auch an Schulen diskutiert worden sind.

Man sagt, sie seien der Vater, oder Urheber des grössten Christbaumes in Europa, was ist damit gemeint?



Wie immer im Advent beginnt Gross und Klein sich für das emotionalste Fest des Jahres, zu rüsten. Weihnachten steht vor der Tür. Jeder hat das Ziel, das vergangene Jahr noch zu einem guten Ende zu bringen. Anfangs der 80-zigerjahre inspirierte mich der grosse 115-jährige Mammutbaum vor dem Nestlegebäude an der Zugerstrasse in Cham, diese aus California stammende „Taxodiaceae“ zu einem echten riesigen Christbaum zu verwandeln. Bei den Behörden sties meine Idee auf taube Ohren und von der katholischen Kirche kam der Wortlaut, dass der Christbaum auf den Kirchenplatz gehöre und nicht ins Nestle Areal. Doch ich liess nicht locker.



Gemeinsam mit dem damaligen Verantwortlichen der Nestle Cham, Werner Nuber und dem zu dieser Zeit amtierenden Generaldirektor der Nestlegruppe Helmut Maucher, konnte ich 1988 der Chamer Bevölkerung den grössten Christbaum Europas (40 Meter) mit einem Stammumfang von 600 cm präsentieren. Die Leute waren von diesem leuchtenden Giganten so begeistert, dass weder Kirche noch Behörde es wagten, den Deal mit der Neste rückgäüngig zu machen. Jahre später bestückte die Hirslanden Klinik in Cham einen eben so grossen Mammutbaum mit einer Leuchtkette. Als Dank für die gelungene Idee erhielt ich aus der Hand der Herren Werner Nuber und Helmut Maucher ein Zertifikat mit einem Dankesschreiben.

Helmut Maucher, CEO Nestlé 1981 bis 1997, dann Präsident bis 2000



Mammutbäume mit Stammbaum „Taxodiaceae“ sind erstmals im Jahr 1841 aus Nordamerika nach Europe umgesiedelt worden.

Sie waren mit Hazy Osterwald befreundet. Wie kam diese Freundschaft zustande?

"Hazy Osterwald im Casino Zug!"



So kündigten die Plakate den Auftritt des weltbekannten Hazy Osterwald Sextett’s in der Zentralschweiz an. Es war an einem kalten Novemberabend im Jahre 1960, meine Eltern waren nicht zu Hause. Ich fuhr mit Vaters Militärvelo nach Zug. Es war mein fester Wille, diese Musiker live erleben zu dürfen. Durchnässt und erschöpft kam ich um 16:30 Uhr vor dem Casino in Zug an. Natürlich war alles von Sicherheitskräften so gesichert, dass ich als Jugendlicher keine Chance hatte, in den Konzertsaal zu gelangen. Dass um 17:00 Uhr ein Sound-Jack angeordnet war wusste ich und genau auf diese Chance habe ich spekuliert.



Auf der Treppe des Bühneneingangs sitzend beobachtete ich, wie mein Idol Hazy Osterwald mit seinem schwarzen Cadillac Fleedwood vorfuhr.



Er - der Star - in einem hellen Regenmantel kam direkt auf die Treppe zu und sprach mich an: "Was machst denn du da bei dieser Kälte auf der Treppe?" Mit grossen Augen erwiderte ich: "Ich möchte Ihre Musik kennen lernen, doch die lassen mich nicht rein." Osterwald nahm mich an der Hand und meinte: Jetzt gehörst Du zu mir, du bleibst bei uns hinter der Bühne, da wirft dich keiner raus. Mit Stolz half ich dem damals zu den weltbesten Drummern gehörenden John Ward sein Giannini-Schlagzeug aufzubauen.



Zum ersten Mal in meinem Leben realisierte ich, was es bedeutet, wenn die Leute von der Hazy Osterwald Show sprachen. Nach der Show verabschiedete sich die ganze Band von mir und Osterwald meinte, dass ich mal an eine Probe nach Herrliberg kommen dürfte. Mit Stolz erzählte ich diese Wahnsinns-Geschichte am anderen Tag meinen Eltern. Unglaubwürdig nahmen sie meine begeisterten Worte als Fantasterei zur Kenntnis.



Zum Leidwesen meiner Eltern war ich von Hazy Osterwald, seinem Sextett und der Musik zu viel begeistert. Mein Papa war ein sehr engagierter Fan von Richard Wagner und seinen Werken. Er kannte Herbert von Karajan persönlich. Darum hätte er mich eher in den Bereichen der klassischen Musik gesehen. Schon als 10 Jähriger begleitete ich meinen Vater oft an die Konzerte ins Zürcherische Rüti, wo er die Musikgesellschaft Helvetia Rüti-Tann als Gastdirigent dirigierte. Darüber war ich mächtig stolz. Als ich dann eines Tages mit der ersten Singlescheibe "The Wolf auf Heliodor" von Hazy nach Hause kam, gab es riesigen Zoff. Mein Vater wollte nicht, dass ich diese Musik auf seinem Heiligtum, dem Familien-Grammophon abspiele. Dass ich als kleiner Knirps persönliche Kontakte mit diesem Weltstar und seinem Sextett pflegte, glaubte mir damals keiner. Als ich meinen Eltern dann ein Foto, welches mich mit Osterwald zeigte vor die Nase hielt, sagten diese: "Hast du ein Double gefunden, der mit dir dieses Foto gemacht hat?" Darauf hin kündigte Hazy seinen Besuch in Cham an, doch meine Eltern glaubten mir nicht. Eines schönen Tages kam das weltbekannte Hazy Osterwald Sextett zu mir an die Knonauerstrasse 7 nach Cham.



Es kamen so viele Schaulustige, dass auf dem damals einzigen Sender Radio Beromünster eine Durchsage gemacht werden musste. "Infolge eines besonderen Anlasses bitten wir die Automobilisten das Dorf Cham zu umfahren."



Hazy und Emma Osterwald, Pferdetrainer Gerd Lüth aus Hamburg, Charly Werder und Manager Horst M. Stammler in Charly's privater Wohnung stossen auf die Zusammenarbeit an.



Ich organisierte diverse Konzerte, unter anderem auch die legendäre "TOP NIGHT" für den Sportclub Steinhausen, für welche hier in meiner Wohnung das Vertragswerk unterzeichnet wurde. Mit Hazy war ich in ganz Europa und den USA unterwegs. Nach 30 Jahren Zusammenarbeit wurde tiefe Freundschaft, welche bis zu seinem Tod am 26. Februar 2012 anhielt. Hazy Osterwald verstarb 90 jährig an der Seite seiner Frau Eleonore in Luzern.



Ab 1967 arbeitete ich mit Hazy’s Unternehmen enger zusammen. Diese Bilder repräsentieren den Beginn unserer geschäftlichen Beziehung.



Hazy verdanke ich all die wichtigen Kontakte und den Einstieg ins professionelle Showbusiness, auf dessen Wellen ich mein ganzes Leben in Hochs und Tiefs geritten bin.



Hazy Osterwald war nicht nur der Vater von TV-Shows, er kreierte bereits in den Fünfzigerjahren die ersten Musik-Video-Clips und Werbespots (unter anderem für Gillette und Maggi).



Das Hazy Osterwald Sextett anlässlich seines 75. Geburtstags im Hotel Union Luzern: Werner Dies, Dennis Armitage, Curt Prina, John Ward mit Hazy in der Mitte. An Stelle des bereits verstorbenen Bassisten Suny Lang, sehen wir den Luzerner Franco Bussmann als jüngstes Bandmitglied als Zweiter von Links im Bild.

Als enger Freund waren Sie an Hazy’s Abschiedsfeier – erzählen Sie davon!

Ganz im Sinne von Hazy Osterwald verabschiedeten sich am Donnerstag, 12. April 2012 um 14:30 Uhr seine Familie, die Freunde, viele Promis aus Sport, Politik und Boulevard sowie zahlreiche Fans in Form einer Auferstehungsfeier in der Hofkirche Luzern.



Es war eine fröhliche Abschiedsfeier, die mit Hazy’s grössten Hits und am Schluss mit einem Live-Konzert mit Musikern der Weltklasse zu Ende ging.



Im Kirchenschiff, welches mit einem grossen Herzen aus roten Rosen und Hazy’s Trompete (Susi) sowie einem Poster des grossen Entertainers dekoriert war, spielten Dani Felder, Rickard Decker, Engelbert Wrobel, Adrian Wettach, Zirkus-Pfarrer Ernst Heller und John Ward unter anderem auch den Titel 'When the Saints Go Marching In'.



John Ward, der schon zu Zeiten des Kriminaltangos das Hazy Osterwld Sextett am Schlagzeug begleitet hatte, verabschiedete sich mit einem ausgiebigen Schlagzeugsolo für immer von seinem Chef und Freund Hazy.



Die letzte Ehre des grossen Musikers: V.l.n.r. Franco Bussmann Sänger und Bassist des Hazy Osterwald Jetset, Charly Werder Filmemacher & Produzent, John Ward Drummer des Hazy Osterwald Sextett und Hazy’s zweiter Sohn, Sven Osterwald, der einen Teil seiner Jugend mit Charly Werders Familie in Cham verbrachte in Freundschaft vereint, nahmen sie Abschied.

Die Bilder der Abschiedsfeier wurden von Fotograf Bruno Torricelli produziert.

John Ward ist tot...
So lautete die Meldung in den nationalen Medien. John Ward, langjähriger Schlagzeuger und Star-Drummer des weltbekannten HAZY OSTERWALD SEXTETT'S starb mit 87 am Dienstag, 12. Mai 2015. John Ward, der ehemalige Belgier aus Mechelen, lebte mit Ehefrau Erika seit Mitte der Siebzigerjahre in Walchwil am Zugersee. Es sei gesagt, dass der Vollblutmusiker mit seiner Komik wesentlich am Erfolg der weltbekannten "HAZY OSTERWALD SHOW" mitbeteiligt war. Bekannt wurde John durch seine markant tiefe Stimme, seine Komik in Perfektion, wie auch dem Durchbruch des legendären „Kriminaltangos“ der das Hazy Osterwald Sextett 1950 weltberühmt machte. Wie schon im April 2012 bei Hazy Osterwald, verabschiedeten sich zahlreiche Fans, Freunde wie auch seine Familie von John, dem Strar-Drummer mit einer herzlichen Auferstehungsfeier begleitet und inszeniert von Pfarrer Ernst Heller in der Hofkirche Luzern.

Wie wurden Sie Filmemacher?



Am Anfang schrieb ich kleine Drehbücher für Kurzproduktionen. Als dann eine Filmcrew behauptet hatte, eine bestimmte Szene sei nicht realisierbar, versuchte ich es selber. Ich fand heraus, dass das Kamerateam damals nicht flexibel genug war, meine Wünsche umzusetzen. Daraufhin liess ich mich an einer Filmschule gründlich in diesen kreativen Beruf einarbeiten. Nach Abschluss der Schauspielschulen in Zürich und Wien darf ich mich als Profi in der Branche bezeichnen. Schauspieler wollte ich nie werden. Ich besuchte vier Semester dieser Schulen, weil ich Einblick in das Tätigkeitsfeld der Schauspielerei haben wollte. Als Filmemacher und Drehbuchautor kommt mir diese Ausbildung noch heute zu Gute. Das Bild mit Caroline Duss repräsentiert eine Drehpause aufgenommen im Stadtpark Wien.



Unser Bild repräsentiert Caroline Duss mit Udo Jürgens am Filmset während einer Drehpause zum Streifen "The Sunshine-Movie" (1993), wo Filmemacher Charly Werder Radio sichtbar macht.

Sie waren ein begehrtes Fastnachts-Sujet und sind es Heute noch!



Ja, die Fastnachtsgesellschaft Hirselarius Cham zelebrierte in den Achtziger- und Neunzigerjahren mit mehreren Fastnachtswagen das Tätigkeitsfeld von mir. Dieser Wagen war 1982 ein gelungenes Sujet, welches auf die vielen Helikoptereinsätze meines filmischen Schaffens und meiner spektakulären Hochzeit vom 08.08.81 mit Frau Nummer zwei Madlen Gschwend einging.



Ein Spruch in einer späteren Schnitzelbank lautete: „wenn denn s’Blümli duet verwelke, denn tuet de Charly d’Caroline melke“. Gemeint waren die damals erfolgreichen Models Jacqueline Blume und Caroline Duss. Sie waren damals die Tops in meiner Agentur und sie hatten zu dieser Zeit eine hohe Medienpräsenz.

Sie sind dauernd von schönen Frauen umgeben. Wie gehen Sie damit um?



Ja, in meinem ganzen Werdegang begleiteten mich die schönsten Frauen, was immer das bedeutet. Frauen haben mich inspiriert, Texte und Drehbücher zu schreiben, Filme und Bilder zu produzieren, einige wenige der Schönen wurden sogar Musen. Meine Aufgabe besteht jedoch zur Hauptsache darin, aus den Jungtalenten Persönlichkeiten zu machen, die das Zeug haben, im Haifischbecken des Showbusiness bestehen zu können. Doch diesen Schritt schaffen nur wenige!



Leider hat mein Beruf in dieser Beziehung auch Nachteile. Ich setze das Anforderungsprofil oft zu hoch an. Das bedeutet, dass ich den Durchschnitt zu wenig respektieren kann. Schwierig für mich ist es, gleichzeitig mit vielen Frauen zu arbeiten. So komme ich mir manchmal vor, wie ein Dompteur im Raubtierkäfig. Der muss mit einem Tiger, einem Löwen, dem Panther und dem Braunbären ein Arrangement treffen, obwohl sich die Tiere nicht leiden können. Ein Knochen mit Fleisch löst dann oft das Problem des Dompteurs.



In meinem Ritual mit den Schönheiten vergebe ich in Form eines Jobs den sogenannten Knochen, der dann mein Problem oft löst. Eine meiner Aufgaben besteht darin, die hübschen Mädchen "massenkompatibel" zu machen.

Was soll eine Mutter tun, die eine hübsche Tochter hat?

Nichts! Die Tochter sollte von selbst auf die Idee kommen, sich für die sogenannten Traumberufe zu interessieren. Es macht keinen Sinn, verpasste Träume der Mütter zu Lasten ihrer Töchter verwirklichen zu wollen.

Was braucht es, damit eine Favoritin zum Durchbruch kommt?


Nebst den idealen Körpermassen, einem gesunden eigenen Willen, viel Disziplin und der absoluten Pünktlichkeit braucht es Geduld. Dann ist oft auch eine Priese Glück im Spiel. Der Markt der Eitelkeit wirkt stets aggressiver - in der Branche findet momentan ein gewaltiger Umbruch statt. Nur vereinzelte Models halten den enormen Druck durch, welcher die Szene vorgibt. Die jungen Ladies stossen schnell – manchmal zu schnell - an die Grenzen des Verlangten.

Jacqueline Blume ist seit 1990 Ihre Geschäftspartnerin. Wie haben Sie sich kennen gelernt?



Anlässlich eines Kurzurlaubes in der Schweiz, beauftragte mich ein Kunde, für ihn ein Bild mit einer Sekretärin am Computer zu produzieren. Da dieser Wunsch kurzfristig kam, musste ich schnell ein passendes Model finden. Gleichzeitig feierte meine Mutter ihren Siebzigsten Geburtstag. Ich bestellte in einem Blumengeschäft siebzig Rosen. Die Verkäuferin offerierte mir für die Wartezeit einen Drink in der Kaffeebar gegenüber. Da kam Jacqueline zur Tür herein. Nach kurzem Überlegen sprach ich die attraktive, langbeinige Unbekannte auf den Job für das Computerbild an. Sie willigte sofort ein. Tags darauf produzierten wir das Bild und ich nahm Jacqueline gegen den Willen ihrer Eltern in die USA mit. Ihr Vater meinte damals, dass seine Tochter im Büro einer etablierten Zuger Firma bessere Chancen hätte, als bei mir. Diese Firma ging fünf Jahre später in Konkurs. Jacqueline hingegen ist heute noch als Geschäftspartnerin bei mir tätig.

Sie haben Melanie Winiger entdeckt. Wie spielte sich das damals ab?



Die Charly Werder Models Chantal, Melanie, Sandy, Marianne, Tanja und Jacqueline nach ihrem gelungenen Auftritt in Lausanne.



Wir hatten eine grosse Modeschau im Nobelhotel Beau Rivage Palace, Lausanne. Im Einsatz standen sieben Models aus meinem Team und weitere zwölf Models aus fremden Westschweizer Agenturen. Melanie Winiger kam mit ihrer Cousine Karin Graf, welche Designerin war, nach Lausanne.



Für das Label "Graf" präsentierten wir mit unserem Team die Abendkleider. Melanies Aufgabe bestand darin, bei uns zu schnuppern und als Umziehhilfe im Backstage-Bereich tätig zu sein. Gegen 16:00 Uhr erreichte mich die Nachricht, dass die damalige Miss Switzerland auf der Anreise einen kleinen Unfall hatte und sie darum ihren Auftritt zeitlich nicht schaffen könnte. Das brachte mich auf die Idee, Melanie ins kalte Wasser zu werfen. Mit der Situation konfrontiert, rebellierte die hübsche Tessinerin sehr temperamentvoll.



Nach kurzen aber heftigen Dialogen konnten wir Melanie dazu bewegen, gemeinsam mit Chantal Hediger und Jacqueline Blume auf dem Hotelgang die Lauftechnik zu studieren und zu üben. Im Anschluss wurde Melanie ihr erstes Bühnen-Make-up verpasst. Mit einem traumhaften Kleid trat die noch sehr junge Melanie Winiger ins Scheinwerferlicht. Sie lief wie eine Prinzessin über den Catwalk und das Publikum verdankte ihren ersten Auftritt mit einem kräftigen Applaus. Im Nachhinein denke ich, dass mein Entscheid auch aus der Sicht von Melanie richtig war.



Einige Tage darauf fand in meinem Office ein Gespräch mit Melanie und ihrem Vater statt. Im Anschluss meldete sich Melanie zum Casting bei der Miss Schweiz Organisation und ich engagierte sie für mein Projekt "Titanik - das Modeschiff" auf dem Zugersee.



Die Presse wurde auf die Kandidatin aufmerksam. Kurz darauf - im August 1996 - wurde die hübsche Tessinerin, die einen Touch Indisches Blut in sich hat, in Genf als Nachfolgerin von Stefanie Berger zur Miss Schweiz gekürt.

Sie sprachen gerade vom Modeschiff, erzählen Sie mir mehr davon!

Anlässlich der von mir ins Leben gerufenen Zuger Modetage lief in den Jahren 1995 bis 1998 die "MS Rigi" mit Kapitän Peter Baier und seiner Crew als Modeschiff vom Schiffsteg am Landsgemeinde Platz in Zug aus.



Das Modeschiff war jeweils der krönende Abschluss der Zuger Modetage. Die 250 Plätze waren schon Wochen im Voraus ausverkauft. Diese Bilder dokumentieren die Modeschau zum Thema "TITANIC" vom 31. August 1998.



Unter der Leitung von Dirigent Dieter Gautschi spielte die Musikgesellschaft Walchwil zum Empfang der modebewussten Gästeschar.






Nachdem die Models, unter anderem Christina Surer, Chantal Hediger, Vanessa R. Näf, Tanja Lutz und Jacqueline Blume, eskortiert von einer Harley-Flotte mit Limousinen zur Katastrophenbucht gefahren wurden, defilierten die Schönheiten in Outfits von Tamara Nadia von Arx durch die Menge auf die MS Rigi.



Bereits an Board waren die Charly Werder Kids, welche sich auf dem Oberdeck in Pose stellten.



Drei kräftige Donnerraketen gaben den Start zum Auslaufen des Modeschiffes frei.



Für die speziellen Frisuren, welche das Jahr 1912 wiederspiegelten, zeichneten Figaros wie Joe Bernhard, Gaby und Susy Wolf.



Das passende Make-up kam von Bettina Oberholzer und Beat Zürcher sorgte für das kulinarische Befinden der Gäste auf dem Schiff.






Die Titanic Modeschau war in spezielle Themenblöcke aufgeteilt. Genau wie damals auf der Original-Titanic zeigten die Models Outfits vom Feinsten, aber auch das Ärmliche - die Trauer wurde dargestellt.



Die Sinne belebten den Schein, die Kraft schöpfte man aus dem Sein.



Am Schluss fand ein Board-Feuerwerk der Superlative statt und die Models in Trauerstimmung warfen rote Rosen ins Wasser.



Leider konnten wir aus Kostengründen diesen spektakulären Event nicht weiter am Leben erhalten.



Das Modeschiff und die Zuger Modetage, entstanden aus meiner Ideenküche. Moderiert wurden die Shows von TV-Moderatorin Silvia von Ballmoos und Heinz Margot.

1992 hat man Ihnen das Unternehmen "Miss Schweiz Organisation" zum Kauf angeboten, warum lehnten Sie damals ab?



Ja, die damaligen Besitzer der Lizenzen, Annemarie und Josef-Martin Moser-Murbach machten mir ein faires Angebot, die Miss Schweiz Organisation käuflich zu erwerben. Nachdem ich die Miss USA betreute, bei einigen Miss Wahlen, unter anderem auch bei der Miss Schweiz meine Funktion als Juror ausgeübt habe und gleichzeitig viele Erfahrungen als Fotograf und Filmemacher gesammelt hatte, war diese Idee naheliegend.



Zur gleichen Zeit hatte ich jedoch noch andere Prioritäten, die ich in die Waagschale zur Entscheidungsfindung werfen musste. Nach etlichen Verhandlungen, Überlegungen und Beratungsgesprächen mit Mosers, habe ich mich gegen das Miss Schweiz Projekt entschieden. Die Gründe lagen hauptsächlich darin, dass ein solches von den Medien abhängiges Unternehmen wie die Miss Schweiz Wahlen eher an eine Firma mit direkten Zugängen und Verbindungen zu allen Medienbereichen gehen muss.



Erst als ich die offizielle Verzichterklärung anerkannt habe, ging die Offerte zweitrangig an das Unternehmen von Christoph und Raffy Locher mit Karina Berger, die zu diesem Zeitpunkt als Juroren amtierten. Aus dem heutigen Blickwinkel betrachtet, habe ich mich richtig entschieden.

Haben auch Models aus dem Charly Werder Team am Miss Schweiz Contest mitgemacht?



Ja, die grosse Mehrheit aus dem Charly Werder Team hat erfolgreich an nationalen und internationalen Wahlen teilgenommen. Anbei einige Auszüge der bekanntesten und erfolgreichsten Models, die zu Missen gekürt wurden: Von 18 Miss Schweiz Kandidatinnen wurden vier zur Miss Schweiz gekürt. Das waren Sandra Aegerther, Valerie Bovard, Melanie Winiger und Jennifer Ann Gerber.






Weitere Models aus meinem Team schafften es ins Finale, in die Ränge der drei Erstplatzieren. Mit dem Titel Vize Miss Schweiz wurde Chantal Hediger, die spätere Moderatorin von Tele-M1 ausgezeichnet. Miss Schweiz Finalistinnen waren unter anderem auch Jacqueline Blume, Caroline Duss, Sandy Steffen, Vanessa R. Naef.



Christina Surer, Olivia Fischer und im Jahr 2009 Nathalie Pasyawon (links im Bild).

Welche Models tragen sonst noch ihre Handschrift?

Das geht in die Anfänge meiner beruflichen Tätigkeit zurück. Mein erstes Model war Ingrid Mäder aus Steinhausen, sie war 1969 der absolute Männertraum der Zentralschweiz. Ingrid war nicht nur einfach schön, sie war klug und künstlerisch sehr begabt.



Als Lernende im bekannten Werbeatelier Haettenswiler Zug, förderte ich sie nicht nur als Model. Mit einer Bilderausstellung zum Thema "Dein Mitmensch" wurde Ingrid auch als Künstlerin erfolgreich. Ingrid Mäder war nicht nur sehr hübsch, sie war auch die Türöffnerin für die Erstkontakte mit Starfotograf Gunter Sachs. Eines Tages wurde sie in die Studios "Cinecittä" von Carlo Ponty (Ehemann von Sopha Loren) nach Rom gerufen. Ingrid stürzte in den Fängen des Business ab, erkrankte und verstarb leider viel zu jung.



Caroline Duss war anfangs der Neunzigerjahre meine Favoritin. Ich brachte sie zum Deutschen Fernsehen in die Sendung zu "Gottschalks Model 92", wo Caroline als einzige Schweizerin mit Model Jeba an der Seite von Heidi Klum (damals knappe 18 Jahre alt) im Endfinale stand. Grundsätzlich gewann Caroline den damals umstrittenen Wettbewerb in dem Gunter Sachs als Juryobmann seine Funktion ausüben musste. Mit einem abgesprochenen Kompromiss trat dann aber doch Heidi Klum als Siegerin ins Rampenlicht und Caroline reiste mit Gunter Sachs in die USA zum Shooting nach Palm Springs.



Mit Janine Fischbach startete ich 1988 in Miami (Florida) die Filmtour im Auftrag der Credit Suisse, welche uns quer durch die USA führte. Gleichzeitig produzierten wir in Hawaii eine Strecke Bade- und Strandmode der besonderen Art.



Janine Fischbach begleitete mich ein ganzes Jahr lang durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.



In einer späteren Phase wurde Janine zur Buchautorin. "Ich will frei sein" - Buch von Janine Fischbach zum Thema Burn-out ADHS (erschienen 2006 im Verlag Textwerkstatt). Die Bilder zum Buch lieferte ich. Darauf hin folgten die Models Jacqueline Blume, Christina Surer, Chantal Hediger, Jennifer Ann Gerber, Nathalie Pasyawon und Hannah Loretz die durch meine Schule und mein Beziehungsnetz ins Reich der Traumberufe durchgestartet sind oder sich teilweise noch in der verlängerten Startphase befinden.

Ihre Models sind mit Weltstars wie Gloria Gaynor am Fernsehen aufgetreten. Wie kam es zu diesen Auftritten?



Mit ihrem Song "I Will Survive" wurde Gloria Gaynor weltberühmt.



Ja das war am 20. Juli 1997 als meine Models anlässlich einer gigantischen Openair Gala gemeinsam mit der weltbekannten US-Sängerin "Gloria Gaynor", die extra aus den USA nach Telfs im Tirol eingeflogen wurde, vor 1500 geladenen Gästen auftraten.



Während Gloria ihre populärsten Welthits sang, präsentierten acht Models aus meinem Team verführerische Mode der Superlative aus dem Hause Wolford.



Mit einem pompösen Feuerwerk ging die Show, welche vom ORF, RTL und dem ZDF übertragen wurde nach 90 Minuten zu Ende.

Charly Werder, sind Sie mit Ihrem Modemagazin zum Verleger geworden?

Nein, ich habe 1998 ein Hochglanzmagazin unter dem Namen "Charly Werder Models - das Journal" ins Leben gerufen. Mit 100 Seiten Inhalt im Format A4 Hochglanz wurden 25'000 Einheiten bei Maihof Luzern gedruckt. In diesem Magazin wollte ich aufzeigen, welchen Leistungsausweis meine Models international erreicht haben. Alle Bilder, Geschichten und Informationen kamen aus meiner, unserer Ideen-Küche.



Mit zwei weiteren Auflagen 2001 und 2006 produzierte ich das Magazin "Showtime", mit 86 Seiten Umfang, ebenfalls in Hochglanz. Diese Produkte gaben einen Einblick zu den Hintergründen im Modelbusiness. Viele Schulen in der Schweiz haben die Lektüren zum Thema Traumberufe als Unterrichtsbroschüre den Schülern abgegeben.



Heute nutzen wir die Plattformen des Internets um dem Publikum Einblick in unser breites Schaffen zu vermitteln.


 

Gibt es Regeln für Ihre Crew?



Ja - ohne Regeln keine Erfolge! Was würde passieren, wenn im Luft-, Bahn- oder im Strassenverkehr die Regeln fehlen würden? Das totale Chaos nähme innert Kürze Überhand und niemand könnte pünktlich seine Termine wahrnehmen. Selbst im Leben eines Kindes braucht es Regeln an die es sich gewöhnen muss, um auf dem Lebensweg mit den vielen Gesetzen auf unserer lieben Mutter Erde zu Recht zu kommen. So wiedersinnig einige Bestimmungen im Augenblick erscheinen, die Praxis zeigt auf: Es braucht diese Richtlinien, welche uns den Durchblick in unserer hektischen Zeit verschaffen um nach vorne zu kommen. Kommt ein Model zu spät zum Ausgangspunkt, ist der pünktliche Beginn unserer Show gefährdet. Dann leidet nicht nur die ganze Crew, auch unser Image würde in Frage gestellt. Das ist einer der Gründe für unsere Regeln, welche wir im "Showtime" für Kunden und Models veröffentlicht haben.
 

Wann stiegen Sie auf die Elektronischen Medien um respektive seit wann sind Sie im Internet präsent?



Das bin ich schon lange. Schon in den Jahren 1996 / 97 als mich der damalige Freund von Christina Onassis, Sir. Pierre Hubert, auf einer Party in Lausanne auf die Möglichkeit elektronisch zu werben aufmerksam machte, wurde ich mit diesem Medium konfrontiert. Er redete und redete auf mich ein. Ich verstand kein Wort, gab ihm jedoch grünes Licht, meine Models ins Netz zu stellen. Nach einigen Tagen rief er mich an und meinte, dass jetzt mein Auftritt im Netz aufgeschaltet würde und ich die Internetadresse unbedingt auf die Titelseite meines Modemagazins drucken sollte.



"http://www.sk-reation.ch/pages/dfashion.html" waren die nichts sagenden Ziffern, welche dann bei meinen Kunden und Bekannten ein grosses Staunen mit Fragezeichen auslösten, weil damals kein Mensch das Internet kannte. Also darf ich mich als einer der Ersten zählen, welcher das Medium der weiten Welt in Form zum Zwecke der Werbung nutzte.

Haben Sie Freunde?

Bekannt ja, auf der ganzen Welt. Doch wirkliche Freundschaften habe ich hauptsächlich mit Leuten aus meiner Schul-, Jugend- und Militärzeit. Man kann sie an zwei Händen abzählen. Ich pflege diese hochwertigen Kontakte, indem ich mich regelmässig mit ihnen austausche aber auch zu kulinarischen Anlässen treffe, wie hier im Bild.



Diese Freundschaft mit Henry, Jöry und Herby stammt aus der WK-Zeit. Diese Kontakte pflege ich seit über 20 Jahren. Dazu möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich mich in meinem ganzen Leben stets abseits der Normen in Extra-Zügen fortbewegt habe und noch immer bewege.



Ich kann also nur mit wenigen Leuten über meine Erlebnisse sprechen, da die Geschichten, die mein Leben schrieben und immer noch schreiben, für Aussenstehende zu meinem Leidwesen nicht wirklich nachvollziehbar sind.



Und da war damals anfangs der Achtzigerjahre die kleine Janine, gerade 14 Jahre alt geworden. Sie belegte in meiner Musikschule, welche der Agentur angegliedert war, als Orgelschülerin die Fächer für moderne Unterhaltungsmusik. Mit 17 machte Janine als Teenager ihre ersten Erfahrungen vor meiner Kamera und mit 20 reiste die hübsche Steinhauserin mit mir gemeinsam durch Europa und die USA. Für die Credit Suisse drehten wir zusammen einen spannenden Informationsfilm im Schulungsbereich, wo ich Janine mit Sven Osterwald bekannt machte. Mit ihrem äusserst attraktiven Körper beziertzte die Brunette nicht nur die Fotografen. Das beweisen die Bilder, welche Janines äussere Reize in dieser Rubrik bei einem Fotoshooting für Bademode in Hawaii zeigen. Inzwischen sind mehr als 20 Jahre vergangen. Die Freundschaft blieb bestehen. Mit Janine treffe ich mich regelmässig zu kulinarischen Stelldicheins der Superlative.



Dabei bemerke ich immer wieder, dass diese Power-Frau nichts an ihrer Attraktivität und Ausstrahlung verloren hat. Unsere Freundschaft ist gewachsen. Einer dieser speziellen Augenblicke habe ich bildlich festgehalten. Das Foto zeigt uns mit Sven Osterwald in der "Gasthütte Zum Zoll-Huus" in Hünenberg, wo wir wieder einmal unsere Gaumen verwöhnen liesen. Das nenne ich Freundschaft!

Sie reisten in die USA. Wie kamen Sie dazu?



Ja, am 24. Dezember 1987 dislozierte ich für einen Zeitraum von drei Jahren ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in die USA.



Zwei Fahrzeuge und 1.8 Tonnen Material verschiffte ich via Emden (Niederlande), über den Atlantik, durch den Golf von Mexiko zum Panama-Kanal, wo das Meerschiff schlussendlich den Wilden Westen an der Pazifik Küste erreichte.



Vollgepackter Charly-Bus, bereit zum Verlad in den Schiffs-Container. Die ganze Organisation des Umzugs wurde von der Firma Danzas AG perfekt abgewickelt.



Da es zu dieser Zeit in den USA keine Frischeier-Teigwaren gab, habe ich 100 Kilogramm Bschüssig-Hörnli meinem Gepäck beigefügt. Der US-Zöllner staunte nicht schlecht; er leerte die ganzen Teigwaren auf einen Haufen, weil er das Gefühl hatte, es könnte etwas Illegales in den Tüten sein.



Dort habe ich mich in Los Angeles, Orange County, niedergelassen. Ich hatte das grosse Glück, dass mich in meiner Abwesenheit mein damaliger Geschäftspartner Yves Bussat zu Hause in allen Belangen kompetent vertreten hat.



Das Ziel dieser gigantischen US-Tour war, Im Ursprungsland des Showbusiness spektakuläre Filme, Fotos und Shows zu produzieren, meinem Model-Team eine exklusive Chance, eine Plattform für Auftritte zu bieten, mein Netzwerk zu erweitern und gleichzeitig von den Amis noch was zu lernen.



Indem ich bei der Disney Corporation ein Praktikum für Film und Fotografie absolviert habe, verfüge ich über ein breites Wissen, wie Abläufe in dieser Branche vor sich gehen. In den Rubriken auf dieser Homepage sehen Sie bebilderte Ausschnitte und kurze Filme zu den US-Touren mit meiner Crew.

Was war die Ausbeute dieses Unterfangens in die USA?



Ich produzierte in dieser Zeit insgesamt 25'000 Bilder, dazu kamen 400 Stunden Rohmaterial an Film- und Videoszenen für Kunden wie Neckermann Deutschland, den Holländischen Verlag Verkerke, die Credit Suisse und die damaligen Fluggesellschaften Swissair, Budweiser und PAN AM. Für Designer wie AN’MARK, Balmer Fashion, Isabella Rocci, Calida Switzerland, für Le Kress Deutschland und Suelli Bomfin Brasilien um nur einige wenige zu nennen. Mit einer Serie meiner Bilder kam ich durch den holländischen Verlag Verkerke unter die Top Ten Europas Fotografen, worauf ich noch heute sehr stolz bin.



In der Rubrik Wussten Sie schon... finden Sie Auszüge über das Engagement zwischen dem US-Modezar Fred Hayman und Jacqueline Blume, die durch mein Beziehungsnetz zur Botschafterin für das damals teuerste Parfüm der Welt (Touch) wurde.



Unter meiner Regie standen bis heute 20 Models im US-Einsatz, welche etappenweise ein- und ausgeflogen wurden. Auch vier Finalistinnen aus dem US-Wahl-Contest der Miss America Staffel 1989 / 90 standen vor meiner Kamera. Nicht zu vergessen, dass ich die Miss America in ihrer Amtszeit persönlich betreuen durfte und die Miss California für ein Jahr in meinem Team arbeitete. Erlauben Sie mir dazu noch eine Bemerkung: "Vierzig Jahre im Showgeschäft, oft am Rande der Legalität zu arbeiten und alles ausser einer Pleite produziert zu haben, ist eine spezielle Leistung."

In den USA haben Sie eigene Radiosendungen produziert. Für wen?

Ja, in Zusammenarbeit mit der Organisation zu Förderung der Deutschen Sprachkultur moderierte ich für den US-Radiosender Redondo Beach, Los Angeles zehn Radiosendungen mit spannenden News aus Europa und Highlights Deutscher Musik.


Sie sind dem Deutschen Bundespräsident Richard von Weizsäcker begegnet?



Ja, als Gast und politischer Delegierter (FDP) des Kantons Zug, traf ich mit einem der wichtigsten Staatsmänner der Nachkriegsgeschichte Deutschlands zusammen. Es war der damalige Deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU), den ich im Mai 1995 auf Schloss Grandson bei Neuenburg treffen durfte. Richard von Weizsäcker besuchte als Jugendlicher wie auch Hazy Osterwald während dreier Jahre das Gymnasium Kirchenfeld in Bern, was einer der Gründe Weizsäckers Visite in Switzerland war.



Hier in diesem 5-Sternehotel Del Coronado Island in San Diego California, wo einst John F. Kennedy und Marilyn Monroe ihre Liebesaffäre auslebten, dinierte ich mit dem damaligen Deutschen-Bundespräsidenten und Bandleader Hazy Osterwald. Anlass dafür war der offizielle Besuch Richard von Weizsäckers seiner Mannschaft auf dem bekannten deutschen Segelschulschiff der "Gorch Fock" welches in der Military-Base Del Coronado Island bei San Diego USA vor Anker lag. Dank dem Schweizer Musiker und Bandleader Hazy Osterwald, kam es zu diesem Treffen der Superlative in South-California. Weizsäcker amtete als 6. Bundespräsident (CDU) der Bundesrepublik Deutschland im Zeitfenster von 1984 bis 1994. Am 31. Januar 2015 verstarb der Spitzenpolitiker Weizsäcker im Alter von 94 Jahren im Kreise seiner Familie. Am 11. Februar 2015 wurde der beliebte Politiker im Berliner Dom mit einem Staatsbegräbnis mit allen Ehren verabschiedet.



Einer meiner Interviewpartner war unter anderen Hazy Osterwald, der anlässlich einer privaten Reise in California Station machte. Zu dieser Zeit waren in der Schweiz die Lokalradios im Aufbruch. Für den Sender Radio 24 von Roger Schawinski und für den Zentralschweizer Sender Radio Sunshine trat ich in kurzen Hypes als US-Korrespondent vor die Mikrophone. Bei Sunshine war Franz Jauch mein Ansprechpartner, für den ich im Auftrag seiner netten Frau Renate seinen 40. Geburtstag in Las Vegas mitorganisiert habe. Diese sehr spezielle Geburtstagsgeschichte mit dem Sunshine Franz wurde direkt aus Las Vegas über den Sender mit Sitz in Rotkreuz in die Wohnzimmer der Zentralschweizer Hörerschaft übertragen.



Im Zeitraum 1988 bis 1990 verblüffte dieses Fahrzeug - genannt Charlybus - mit dem Kennzeichen ZG 8413 viele Touristen auf den Highways von Californien. Es war Charly Werder, der mit seinen Models während drei Jahren durch den wilden Westen tourte. Das Bild, aufgenommen im Sommer 1988 in den Hollywood-Hills repräsentiert ein bemerkenswertes Stück Vergangenheit. Wussten Sie, dass das weltbekannte Hollywood Signet hoch über den Hügeln von Los Angeles aus neun Buchstaben besteht und die Masse: Länge = 137 Meter und Höhe = 15 Meter aufweist?

Man sagt, dass in den Siebzigerjahren Ihr Haus niederbrannte. Was ist geschehen?



Das war so: Am 15. Juli 1975 mittags um 12:05 Uhr entzündete sich eine Matratze im Estrich des Hauses meiner Familie. Eine meiner drei Schwestern machte einen längeren Auslandaufenthalt und sie deponierte ihr Bett im Estrich. Unbewusst direkt unter einem Glasziegel lag das Bettzeug, welches durch die Sonnenstrahlen derart erhitzt wurde, dass ein Brand ausbrechen konnte. Hundert Feuerwehrleute der Stadt Cham bemühten sich an diesem denkwürdigen Tag, die Flammen zu bändigen. Meine gesamte Buchhaltung und die Geschäftsakten lagen auf der Knonauerstrasse. Personen kamen glücklicherweise keine zu Schaden.

Charly Werder Knonauerstrasse 7 6330 Cham

Und so zeigt sich das neue Charly-Haus nach dem Wiederaufbau im Jahre 1976.

Sie wurden von Oscar Bär für zwei Jahre ins Engagement nach Zürich verpflichtet. Was spielte sich in diesen Shows ab?

Ja, die P.P. Talk-Show mit Peter Pfändler im Insider-Lokal "Le Petit Prince" war Ende der Neunzigerjahre eine der beliebtesten Shows auf dem Platz Zürich.



Alles was zu dieser Zeit Rang und Namen hatte, traf sich jeweils am ersten Montag des Monats in der Bar am Bleicherweg 22. Gastgeber Oscar Bär, Besitzer des "Le Petit Prince" und gleichzeitiger Inhaber von "Züri Leu Mode" verpflichtete die Charly Werder Models für 25 Shows, gemeinsam mit Promis aus Politik, Sport und Boulevard Mode zu präsentieren. Unsere Archivbilder repräsentieren eine kleine Zusammenfassung aus dieser erfolgreichen Zeitepoche.



Gastgeber Oscar Bär bedankt sich mit einem Blumenstrauss bei Schlager-Sängerin Francine Jordi für ihren Auftritt im "Le Petit Prince". Francine stand damals noch ganz in den Anfängen ihrer Karriere.



Dressmen und Models, Veli, Yvonne, Urs und Jacqueline eingekleidet mit "Züri Leu Mode". Die Nobel-Boutiquen von Oscar Bär fand man damals an der Badenerstrasse 144 bis 156 in Zürich. Geschäftsführerin Edith Bucher kleidete zu dieser Zeit nebst der Fussballnationalmannschaft auch die Promiszene Zürichs ein.



Bella Nella Martinetti, die feurige Tessinerin mit Charly Werder nach ihrem emotionalen Auftritt bei Peter Pfändler. Nella Martinetti bewegte die Schweizer Showszene auf ihre eigene Art. Nella lebte vom 21.01.1946 bis zum 29.07.2011.



Auch Bandleader Pepe Lienhard in einem Anzug von "Züri Leu Mode" genoss die Modeschau und den Auftritt im Night-Club von Oscar Bär gemeinsam mit Model Yvonne.



Barbeque-Worldchampion (1999) Franz Näpflin alias "Franky" mit Model Sandra Fuchs beim Degustieren fleischlicher Köstlichkeiten erzählte spannende Geschichten über seinen Werdegang zum Grillchampion.



Showtime: Die Charly Werder Models v.l.n.r. Veli, Janina, Sandy, Urs, Vito, Yvonne, Chantal, Elisabeth, mit Mister X und die von Loredana Gioja körperbemalte Steffi vor dem grossen Auftritt.



Jacqueline Blume im Blitzlicht der Fotografen mit dem damaligen Starfussballer Kubilay Türkyilmaz, der für einmal das Spielfeld mit dem Laufsteg tauschen durfte.



Komiker Alfredo, bekannt mit seinen "Granada" Auftritten im Flora-Garten Luzern, reiste damals direkt aus Las Vegas zu P.P. Talk-Show nach Zürich. Mit Charly Werder wurde kurzfristig sein Auftritt mit den Models geprobt. Alfredo Smaldini verstarb 90-jährig am 1. November 2010.



Sandra Fuchs, der noch sehr jugendliche Emil Steinberger und Jennifer Ann Gerber, noch Jahre vor ihrer Wahl zur Miss Schweiz mit einem erleichterten Blick nach ihrem gelungenen Auftritt bei Peter Pfändler.



Entertainer Peter Pfändler, Model und TV-Moderatorin Chantal Hediger, Jacqueline Blume und Boxlegende Stephan Angehrn im Interview zum legendären Boxkampf der IBF (Intercontinental-Campionship) gegen Dan Ward, vom 27. September 1997 im Stadtsaal Kloten.



Schauspieler und Verwandlungskünstler Walter Andreas Müller (alias WAM) mit Produzent Charly Werder bereiten sich für ihren Auftritt vor.



Auch Kliby und seine Caroline standen auf der Bühne des "Le Petit Prince" in Zürich. Die vorlaute Eselin Caroline hatte etwas Mühe, sich mit den choreographischen Regeln des Charly Werder Team’s anzufreunden. Kliby und seine Caroline wurden 1977, anlässlich der TV-Sendung "TELEBOY" von und mit Kurt Felix bekannt.



1979 bis 1981 arbeitete ich mit Kurt Felix für die damals erfolgreichste Samstagabend-Kiste als Ideenlieferant für die versteckte Kamera.



Die Charly Werder Models vor einer anstrengenden Bühnenprobe für die Modeschau mit Outfits von "Züri Leu Mode" by Edith Bucher.

Sie haben dem Tod in die Augen geschaut?

Ja, des öfteren begegnete ich dem mysteriösen Herrn mit der Sichel. Schon bevor wir uns Ende der Achtziger-, anfangs der Neunziger-Jahre freundlich grüssten, holte er sich im Februar 1967 meinen Sohn Cliss und im Juni 1973 meinen Vater zu sich. Viermal blieb er dann vor mir stehen, legte seine Hand auf meine Schulter und meinte jeweils: "Ich komme später nochmal Charly, du wirst anscheinend noch gebraucht". Dann ging er stillschweigend weiter.



Ich traf ihn erstmals wieder am Sonntag, 12. Juli 1987 als wir auf dem Theodulgletscher beim Landeanflug mit einem anderen Kleinflugzeug crashten.



Ausser grossem Sachschaden kamen die Piloten, meine Models, das Filmteam und ich mit dem Schrecken davon.



Im Anschluss verzerrten wir unseren Notvorrat, tütschten eine Flasche Champagner und stiessen auf unser Leben neu an. Dann wurden wir durch die Air Zermatt mit Helikoptern gerettet. Dabei sei vermerkt: Es gab noch keine Handys. Gletscherwanderer alarmierten die Retter.



Unser Bild zeigt: Pilot René Baumgartner mit Kameramann Sepp Hürlimann (sitzend), Model Karin im Dialog mit Gletscherexperte Charly Zenklusen aus Zermatt.

Grossbrand in Finnland



Am Abend des 11. August 1987 brannte um 17:55 Uhr das Hotel "Paivola" im Finnischen Nummela, welches mitten in einem Wald stand bis auf die Grundmauern nieder.



Mein Filmteam belegte zur Zeit des Brandausbruches vier Doppelzimmer, welche sich direkt beim Brandherd befanden. Wieder hatten wir grosses Glück. Dieser Hotelbrand, der sich im Anschluss zu einem Waldbrand ausweitete, zählt bis heute zu einem der grössten Brände in der Geschichte von Finnland. Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden.



Die Brandursache war eine überalterte Elektroinstallation. Die Drähte waren noch mit sogenannten Hagraffen auf die Holzbalken genagelt. Durch die Beanspruchung vieler Elektrogeräte gleichzeitig (Haarföhne), überhitzten sich die Leitungen. Das Holz fing an zu brennen. Bei Brandausbruch befanden sich 197 Personen im Gebäude.

Lockerbie: Flug PAN AM 103



Am 20. Dezember 1988 fotografierte ich auf dem J.F.K. Airport New York die Boeing 747 Namens "Clipper Maid of the Seas" der PAN-AM, welche mich zurück nach Europa brachte. Mit Sicherheit ist dieses Foto eines der letzten, welches die Unglücksmaschine noch in flugtauglichem Zustand zeigt.



Nur wenige Stunden nachdem ich den grossen Teich zurück in meine Heimat überquerte, explodierte der Jumbo "Maid of the Seas" auf 9400 m über dem Schottischen Städchen Lockerbie. Ein Terror-Kommando des Libyschen Machthabers Mummar al-Gaddafi sprengte die Maschine mit Flug Nr. 103 beim Rückflug in die USA. Dabei kamen 259 Passagiere und elf Bewohner von Lockerbie ums Leben. Geschockt sah ich am anderen Tag in den Medien die Bilder, welche die Katastrophe in Schottland dokumentierten!



Im Mai 2012 verstarb der einzige für dieses Attentat verurteilte Abdelbaset al-Megrahi im Alter von 60 Jahren in Tripolis an seinem Krebsleiden.

Mit meinem Mercedes quer durch die USA



Mit meinem Mercedes 450 SE, den ich in die USA verschifft hatte, reiste ich von San Francisco via San Diego, Las Vegas, Salt Lake City, Denver, Oklahoma, Dallas, Huston, New Orleans, Key West, Miami, Cap Canaveral, Washington DC, Atlanta nach New York. Dort wurde nach 14'000 km und nach 30 Tagen mein Wagen nach Afrika verschifft.



Im Hafen von Casablanca (Marokko) löste ich meinen Mercedes mit dem Kennzeichen ZG 8413 wieder aus. Dann fuhr ich weitere 5'000 km durch Spanien, Frankreich, Italien in die Schweiz zurück.



Ich hatte gerade 19'000 km zurückgelegt als es dann kurz vor der Haustür in Sihlbrugg zur Frontalkollision mit einem Lastwagen der Sand AG Neuheim kam. Nur durch ein Wunder gab es nur Sachschaden. Ich war durch das Suchen eines Senders am Radio abgelenkt. Bei der steilen Rechtskurve Laubau scherte mein Wagen aus. Ein Totalschaden meines geliebten Mercedes, dessen Vollkasko-Versicherung nur drei Tage vor diesem Unfall ablief, schmerzt mich noch heute. Seit diesem Tag hat der Mann mit seiner Sichel meine geliebte Mutter im Alter von 90-Jahren, sowie viele wertvolle Freunde und Bekannte zu sich beordert. Mir persönlich ist er nicht wieder über den Weg gelaufen.

Haben Sie Angst vor dem Tod?

Oft lese ich in den Zeitungen eindrückliche Nachlässe von mir bekannten Personen. Dann bin ich froh noch nicht selbst dabei zu sein. Auf Ihre Frage möchte ich jedoch etwas tiefer eingehen. Vor diesem, dem letzten Akt, habe ich nicht Angst sondern Respekt. Wir alle kommen auf diese Welt, um eine bestimmte Rolle zu spielen. Während unseres Lebens bewegen wir uns von einer Seite der Lebensbühne zu Anderen. Dabei begegnen wir vielen Leuten, sehr gute, gute, zweifelhafte, erfolgreiche und ungezählten anderen Personen. Es liegt an uns, mit wem wir uns wie lange auf dem Weg des Seins durch unser Leben bewegen. Am Schluss fällt der Vorhang, für den einen früher, für andere später. Doch der Vorhang fällt garantiert und wir sollten glücklich darüber sein, vom Geschehen das uns das Leben auf dieser Erde beschert hat, durch den Tod befreit zu werden. Ich bin dankbar und wünsche mir, den Tod in einer positiven Form erleben zu dürfen. Ich glaube auch an eine Wiedergeburt. Nur die Kunst - egal in welcher Form - wird einmal die einzige Spur sein, die wir hinterlassen werden. Dazu sage ich: Tot ist man dann, wenn keine Menschenseele mehr an dich denkt. Das sind einige schon zu Lebzeiten!

Sie haben in Ihrem Leben viel beeinflusst und erreicht. Gibt es nächste Projekte?

In dieser Zeit in der wir Leben ist alles sehr hektisch und schnell geworden. Projekte kommen und gehen schneller als wir denken können. In den sogenannten Casting-Shows, die zum Leidtragen vieler Jungtalente über die Sender der TV-Stationen ausgestrahlt werden, züchtet man Konserven-Künstler auf allen Sparten des Denkbaren. Beachtet man die Laufbahnen der Sieger solcher Shows, endet die Karriere meistens im Abseits mit einem gewaltigen Absturz ins Nichts. Ich werde mich nie auf diese Ebene begeben. Meinem Team, meinen Favoritinnen, will ich eine andere Plattform, die Plattform der alten Schule vermitteln. Die Startphase ist zwar streng, doch nicht so steil dafür dauert sie etwas länger. Ich gebe nicht nur meine Zeit, auch meine Erfahrung im Umgang mit wirklichen Stars soll dazu helfen, einem Jungtalent den Weg ins Showbitz zu öffnen.

Erlauben Sie mir, das Interview mit folgendem Schlusssatz zu beenden: "Es dauert Jahre, um über Nacht einen Star zu werden!"

Ich danke Ihnen für das Interesse zu meiner Person, Frau Van de Bergen. Ebenfalls ein Dankeschön an Sie Charly Werder für das spannende Interview!

Stephanie C. Van de Bergen



Bildnachweis:

Der Karikaturist Matto, Videohüllen Creapoint Werbeatelier Rotkreuz,
Fotos by Joe Brändli, Rolf Hirschi, Sven Osterwald, Werner Koshig (SI), Carlitto Hodel, René Baumgartner, Kurt Schicker, Ferdinand Oberli und Charly Werder.